Die Muskatnuss

Birgit H / pixelio.de

Der immergrüne Muskatnussbaum ist auf den Molukken, zu Indonesien gehörenden Inseln, beheimatet. Arabische Seefahrer brachten die Muskatnuss im sechsten Jahrhundert von den Molukken nach Europa. Muskat war zu der Zeit ein Luxus und wurde zu Schwindel erregenden Preisen verkauft. Möglicherweise war der Grund auch, dass Muskat als bestes pflanzliches Heilmittel zur Beruhigung von Nerven und Geist galt.

In der Küche wird normalerweise nur frisch geriebene Muskatnuss verwendet, da ihr Aroma leicht flüchtig ist, aber das fertige Pulver reicht auch aus. Das Gewürz wird in Suppen, Eintöpfen, Kartoffelgerichten, in Feingebäck, aber auch in Gerichten aus Fleisch wie Schweinebraten oder Frikadellen verwendet. Außerdem eignet es sich zum Würzen von Spinat, Rosenkohl, Blumenkohl, Rotkohl, Kohlrabi und Pastinaken.

Da Muskatnuss sehr beruhigend wirkt, sorgt es für einen besonders ruhigen und erholsamen Schlaf, wenn man ¼ Messerspitze in Milch aufgelöst zu sich nimmt, bevor man abends zu Bett geht. Ganz nebenbei bewirkt das Gewürz dabei auch noch eine exzellente Verdauung. Man empfiehlt daher Muskatnuss auch bei Durchfall anzuwenden. Zu dem wirkt das kräftige Gewürz auch noch entblähend, daher wendet man Muskatnusspulver auch bei dem Gefühl eines Blähbauches und natürlich bei Blähungen an. Muskat beruhigt nicht nur die Nerven, sondern auch den Darm und den Magen und bringt die Darmflora zurück in ihr Gleichgeweicht, so dass es äußerst empfehlenswert bei Übelkeit ist. Die Nerven entspannen sich und der Körper kann wieder aufatmen. Auch bei Bauchkrämpfen hilft das Gewürzpulver. In Indien wird außerdem noch eine Salbe aus Muskatnusspulver und Wasser hergestellt, die Hautleiden wie Flechten und Ekzeme lindert.

Achtung: Größere Mengen Muskatnuss, etwa vier Gramm, können bei Erwachsenen und Kindern schwere Vergiftungserscheinungen auslösen. Das bedeutet von Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen bis hin zu schweren Delirien, wie Halluzinationen, Orientierungslosigkeit und Gedächtnisstörungen, die über mehrere Tage anhalten können.

Uschi Dreiucker / pixelio.de

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